**„Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, und kauf auch roten Kaviar, ohne essen wir nicht“, erklärte die Schwägerin.** Nina nahm das Telefon vom Ohr, sah auf den Bildschirm, als erwarte sie dort das freche Gesicht von Larissa zu sehen, und atmete langsam aus. — Ich sage ja: Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, aber kauf roten Kaviar, ohne essen wir nicht! — erklärte die Schwägerin so laut ins Telefon, dass sogar der Kater, der auf de… En voir plus

Nina nahm das Telefon vom Ohr, sah auf den Bildschirm, als erwarte sie dort das freche Gesicht von Larissa zu sehen, und atmete langsam aus.

— Ich sage ja: Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, aber kauf roten Kaviar, ohne essen wir nicht! — erklärte die Schwägerin so laut ins Telefon, dass sogar der Kater, der auf der Fensterbank döste, ein Auge öffnete und missbilligend mit dem Ohr zuckte.

 

— Auch dir hallo, Larissa, — sagte sie in einem ruhigen Ton, den man auf der Arbeit „Vorgewitter-Stimme“ nannte.

— Und warum auf einmal solche gastronomischen Ansprüche?

Bei uns ist doch wohl keine Adelsversammlung geplant, sondern ein ganz gewöhnlicher Samstag.

— Na, es ist doch Masleniza! — parierte die Verwandte unumstößlich.

— Traditionen muss man ehren.

Wir kommen mit Vitalik und den Jungen gegen zwei.

Streng dich dort also schön an.

Und nimm auch saure Sahne, aber keine flüssige, sondern hausgemachte, damit der Löffel darin stehen bleibt.

Und roten Fisch in Scheiben.

So, ich küsse dich, ich muss los zum Maniküre-Termin!

Im Hörer piepte es, dann wurde es still.

Nina blieb mitten im Flur stehen, das Smartphone fest in der Hand, und spürte, wie in ihr gerechte Empörung hochkochte.

— Kostja! — rief sie nach ihrem Mann.

— Kostja, komm mal her, ich habe eine erfreuliche Nachricht.

Deine Schwester hat beschlossen, uns mit einem Besuch zu beglücken.

Mit einem Wunschzettel wie Philipp Kirkorow.

Konstantin schaute aus dem Zimmer.

Er war ein anständiger, ruhiger Mann, doch vor dem Druck seiner jüngeren Schwester kapitulierte er regelmäßig wie ein Erstklässler vor dem Schuldirektor.

Als er die Neuigkeiten hörte, kratzte er sich schuldbewusst am Hinterkopf.

— Nin, ach komm…

Es ist doch Familie.

Sie wollen eben Pfannkuchen.

— Pfannkuchen können sie auch in der Kantine essen, — schnitt Nina ihm das Wort ab und ging in die Küche.

— Sie wollen Kaviar.

Und Fisch.

Und Bauern-Sauerrahm.

Hast du die Preise gesehen, Kostik?

Ein Gläschen Kaviar kostet heute so viel wie die Hälfte der Nebenkosten.

Und sie sind zu viert.

Plus wir.

Wie viele Gläser soll ich denn kaufen?

Drei?

Damit deine Neffen-Elche, die schon zweiundzwanzig Jahre alt sind, satt werden?

— Na gut, ich gebe Geld dazu, — schlug ihr Mann zaghaft vor.

— Es geht nicht ums Geld, sondern ums Prinzip! — Nina knallte den Wasserkocher auf den Untersetzer.

— Das nennt man „Unverschämtheit ist schlimmer als Diebstahl“.

Hätten sie nicht wenigstens einmal fragen können: „Nin, sollen wir vielleicht Mehl mitbringen?

Oder Milch?“

Nein!

Sie kommen wie in ein All-inclusive-Restaurant, nur ohne Armbänder und gratis.

Nina setzte sich auf den Hocker und dachte nach.

Absagen konnte sie nicht — Kostja würde traurig werden, mit dem Gesicht eines geprügelten Spaniels herumlaufen, und außerdem würde die Schwiegermutter (Gott schenke ihr Gesundheit und Gedächtnis auf Abstand) sofort anrufen und eine Vorlesung über Familienwerte halten.

Aber eine ganze Horde auf eigene Kosten mit Delikatessen zu füttern, während Larissa sich die Nägel machen ließ, wollte sie auf keinen Fall.

— Na gut, — sagte sie plötzlich ganz ruhig.

— Wenn sie Kaviar wollen, bekommen sie Kaviar.

Aber nach meinen Regeln…

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