**„Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, und kauf auch roten Kaviar, ohne essen wir nicht“, erklärte die Schwägerin.** Nina nahm das Telefon vom Ohr, sah auf den Bildschirm, als erwarte sie dort das freche Gesicht von Larissa zu sehen, und atmete langsam aus. — Ich sage ja: Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, aber kauf roten Kaviar, ohne essen wir nicht! — erklärte die Schwägerin so laut ins Telefon, dass sogar der Kater, der auf de… En voir plus

— Das ist ein sehr… sehr diätischer Tisch geworden.

Fast wie in einem Sanatorium für Magengeschwürpatienten.

— Gesundheit geht vor! — hob Nina belehrend den Finger.

— Du siehst doch selbst, wie das Leben geworden ist.

Alles wird teurer.

Die Nebenkosten sind gestiegen, die Fahrpreise auch.

Da muss man Prioritäten setzen.

Du hast dir Kaviar gewünscht, Larissa — ich habe mich dafür zerrissen, aber ihn besorgt.

Und beim Rest musste ich eben… optimieren.

Die Wirtschaft muss sparsam sein, wie die Großen gesagt haben.

Sie goss ihrer Schwägerin Tee nach (ohne Zucker, die Zuckerdose war „zufällig“ auf dem Küchentisch geblieben) und fuhr fort:

— Übrigens, wo wir schon als Familie zusammen sind.

Larissa, erinnerst du dich, du hast gesagt, dass Vitalik handwerklich begabt ist?

Bei uns tropft der Wasserhahn im Bad, und der Klempner von der Hausverwaltung verlangt Geld, als gäbe es kein Morgen.

Soll Vitalik sich das mal ansehen?

Und die Jungs können Kostja helfen, den Balkon auszuräumen, ihm hat es nämlich im Rücken gezogen.

Dann arbeitet ihr sozusagen das exklusive Essen ab.

Pfannkuchen sind heutzutage auch kein billiges Vergnügen mehr — Eier, Milch, Butter…

Es entstand eine klingende Stille.

Vitalik verschluckte sich an einem Stück Charlotte.

Die Neffen drückten sich in ihre Stühle.

Larissa sah auf ihre frisch gemachten Nägel und dann auf Nina.

In Ninas Augen tanzten kleine Teufelchen, obwohl ihr Gesicht vollkommen unbewegt blieb.

— Oh, Nin, — Larissa sprang abrupt auf und blickte auf die Uhr.

— Wir haben ja ganz vergessen!

Wir müssen noch zu Vitaliks Eltern fahren.

Sie warten.

Sofort.

— Ach neeiiin — sagte Nina gespielt enttäuscht.

— Ihr schaut euch nicht einmal den Wasserhahn an?

— Ein andermal!

Unbedingt!

Jungs, aufstehen, Papa, starte den Wagen!

Das Zusammenpacken dauerte genau drei Minuten.

Die Gäste schossen aus der Wohnung wie ein Korken aus einer Sektflasche.

Als die Tür hinter ihnen zufiel, lehnte sich Nina an den Türrahmen und rutschte vor Lachen daran hinunter.

Auch Kostja lächelte, als er aus dem Zimmer trat.

— Also wirklich, meine Liebe…

„Fleisch des Gemüsegartens“!

Ganz schön hart war das.

— War schon in Ordnung, — schnaubte Nina und wischte sich die Lachtränen aus den Augen.

— Wenigstens lernen sie so ihre Lektion.

Man kann nicht mit leeren Händen und Forderungen wie in einem Michelin-Restaurant zu Besuch kommen.

Sie ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank und holte hinter einem Topf versteckt eine Stange guter luftgetrockneter Wurst, ein Stück Braten und ein Glas eingelegte Gurken hervor.

— Setz dich, Kostja.

Jetzt feiern wir Masleniza richtig.

Den Kaviar haben sie ja offenbar gegessen.

Dafür sind uns die Pfannkuchen geblieben.

Kostja umarmte seine Frau und küsste sie auf den Scheitel.

— Und der Kaviar, war der wirklich aus Kamtschatka?

— Ja klar, natürlich, — grinste Nina und schnitt die Wurst auf.

— Aus dem „Pjatjorotschka“ an der Ecke.

Imitation.

Aber das Glas war hübsch, oder?

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